Das Stichwort "Kulturverträglichkeitsprüfung" löste in der Europäischen Union seit dem Vertrag von Maastricht und in Deutschland seit der Koalitionsvereinbarung für die zweite Schröder-Regierung einige kulturpolitische Erwartungen aus, die bisher nicht eingelöst werden konnten.
Die Untersuchung von J. M. Schindler belegt, dass dies weniger auf unzureichendem politischen Willen und eher auf einem Mangel an konkreten - d.h. juristisch schlüssigen und praktisch umsetzbaren - Konzepten beruhte. Sie klärt zunächst die wichtigsten theoretischen und praktischen Probleme in der EU und in Deutschland, geht aber darüber hinaus: Mit Blick auf veränderte politische Rahmenbedingungen wird ein neues, unmittelbar einsetzbares Modell entwickelt, die "kulturbezogene Folgenabschätzung".
So kann dieses Buch für die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie betroffene Kreise im Kultur- und Medienbereich auch als Aufforderung zum Handeln dienen.
ISBN 978-3-930395-87-3, 268 S., € 35.00
Kulturwelten in Köln
NEUERSCHEINUNG Mai 2011!
Eine empirische Analyse des Kulturangebots mit Fokus auf Internationalität und Interkulturalität, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln
Susanne Keuchel / Dominic Larue herausgegeben vom Zentrum für Kulturforschung
Diese neue Bestandsaufnahme, realisiert im Auftrag des KunstSalon e.V., untersucht das professionelle Kulturangebot der Stadt Köln, bezogen auf seine Interkulturalität bzw. Internationalität, sowie erstmals auch das kulturelle Angebot der Kölner Migrantenkulturvereine.
Verändert sich das kulturelle Angebot einer Metropole wie Köln durch den wachsenden Anteil von Menschen mit "Migrationshintergrund" - heute rund ein drittel der Einwohner? Gibt es Tendenzen in Richtung einer verstärkten interkulturellen Öffnung z.B. in den verschiedenen Stadtteilen?
Abgerundet werden die Analysen durch Interviews mit einzelnen Akteuren zur Entwicklung der Kölner Kulturszene, darunter auch zu den Perspektiven einer "Akademie der Künste der Welt".